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Mitreisende in der Ukraine, um zu sehen, was aus der Hilfe aus
Deutschland geworden ist und um neue Kontakte zu schließen.
Viele Besuche standen auf dem
Terminplan der deutschen Delegation. Bei der Visite des
Gymnasiums in Lutzk, an der Deutsch als Hauptsprache
unterrichtet wird, wurde der Wunsch nach deutschen Lehrbücher
an die Besucher herangetragen. Dieser Wunsch kann
voraussichtlich bereits im Oktober erfüllt werden.
Dennoch bittet der Verein
Schulen und auch private Spender um ausgediente, möglichst
aktuelle Lehrbücher für das Fach Deutsch. Bei der Semestereröffnung
der beiden Universitäten der Stadt Lutzk, mit etwa 18.000
Studenten, waren die Gäste aus Deutschland ebenso willkommen,
wie bei einem russisch orthodoxen Priesterseminar.
Vor etwa 1.500 Gästen und dem
ukrainischen Fernsehen ging Karl-Hermann Krog auf den seit
Jahren erfolgreichen Studentenaustausch ein. Krog: "Wir
alle wünschen und hoffen, dass der freie und unabhängige Staat
Ukraine bald einen festen Platz in unserem Haus Europa in
Frieden und Freiheit erhalten möge." Sein Versprechen, die
erfolgreiche Studentenfortbildung fortzusetzen, wurde von den
Vertretern der ukrainischen Seite dankbar aufgenommen.
Die kirchliche Einrichtung
hatte bereits Fenster und Türen aus Deutschland erhalten. Zum
Empfang der Gäste gab der Chor des Seminars, einer der besten
Chöre des Landes, ein kleines Konzert. Im Rah- men des
Kulturaustausches wird dieser Chor zu Konzerten nach Deutschland
eingeladen werden. Auch der bereits in unserer Region bekannte
Kathedralchor Oranta, so wurde vereinbart, soll im nächsten
Herbst auf Einladung des Philharmonischen Chores der FH Lippe,
zu einem internationalem Musikfes- tival nach Lippe
kommen.
Mit einer Fahrt nach Lemberg,
einer der bedeutensten Städte der Westukraine mit deutscher
Architek- tur, sowie der Fahrt nach Kiew, der Hauptstadt der
Ukraine, wurde die Reise abgerundet. Kiew sei, da waren sich
alle Mitreisenden einig, zweifellos der Höhepunkt der Reise
gewesen. Das viele Grün und die Jahrhunderte alte Architektur
versetzte alle Mitreisenden in Erstaunen.
Dort in Kiew kam es auch zu
Kontakten mit der deutschen Botschaft und Prof. Dr. Michail
Zinkowski, einem Berater der Regierung. Während es bei den
Gesprächen mit dem medizinischen Regierungsbe- rater um die
Entwicklung des Staates ging, galt der zuvor festgelegte Besuch
der Botschaft der Ver- besserung der Zusammenarbeit,
insbesondere mit der Konsularabteilung.
Empfangen wurden die deutschen
Gäste vom stellv. Botschafter Hans-Joachim Schmidt. Bei Gespräch-
en mit dem Leiter der Konsularabteilung, Roland Schißau, und
dem Kulturattaché Arno Kirchhof, stelle sich heraus, das
letzterer aus Lippe stammt. Über ihn soll nun der Kontakt zur
Botschaft weiter aus- gebaut und gefestigt werden.
Den Abschluss der Reise bildete
eine Fahrt über den Dnepper, der von der Leiterin des
Institutes für Kunst und Bildung arrangiert wurde. Neben vielen
Ehrungen und Urkunden, die der Vereinsvorsitzende für seine
Arbeit und die des Vereins erhielt, wurde bei dem Besuch auch
eine Vereinbarung über hum- anitäre Hilfe und kulturelle
Zusammenarbeit mit dem Verein ”Meine Heimatstadt” in Lutzk
unter- zeichnet.
Diese Vereinbarung regelt für
die Zukunft die Basis der Zusammenarbeit und wurde in Lutzk im
Bei- sein aller Vertreter der Universitäten und des
Stadtparlamentes feierlich unterzeichnet. Der Vertrag war zuvor
vom Altbürgermeister der Stadt Bad Salzuflen, Heinz-Wilhelm
Quentmeier, überarbeitet worden.
Der Parlamentspräsident des
Gebietes Wolhynien, Mitchruk, der ebenfalls die Arbeit des
Vereins mit einer Urkunde würdigte, wird in den nächsten
Monaten zu einem Besuch in Bad Salzuflen erwartet.
Über 20 Studenten aus den
beiden Universitäten in Lutzk sind bereist seit dem 14.
September in Salzuflen und werden in einer 8-wöchigen Hospitanz
in verschiedenen Betrieben und öffentlichen Ein- richtungen mit
dem deutschen Wirtschafts- und Verwaltungsleben vertraut
gemacht.
Auch die Geschäftsführung
eines neuen großen Hotels in der Bezirksstadt wird zur
Kontaktaufnahme mit der Geschäftsführung der Maritim Kette in
Salzuflen erwartet. Die Gespräche sollen die Möglich- keit
einer Zusammenarbeit beim Bau eines Hotels in den Kaparten zur
Grundlage haben. Die Maritim Kette hat bereits eine Praktikantin
aus der Ukraine.
Zur Adventszeit wird das
phantastische Bandura Trio der Lessia Ukrainka Universität,
”Wundersaiten”, wieder zu einigen Konzerten in Salzuflen
sein. Für Karl-Hermann Krog war die diesjährige Reise ein
voller Erfolg.
Niemals zuvor habe er so viele
neuen Kontakte im Sinne der Völkerfreundschaft und der humanitären
Hilfe gehabt, so der engagierte, pensionierte Lockhauser
Landwirt. |