Neben der Universität in
Bielefeld, der Fachhochschule in Lemgo und dem Berufskolleg in
Herford, be- suchten die Fachkräfte auch die Hauptschule und
das Gymnasium im Aspe. Dort nahmen die Gäste nach der Begrüßung
durch den Schulleiter Joachim Hermann in verschiedenen Klassen
am Unterricht teil.
Der Schulleiter des Gymnasiums
Nr. 4, Alexander Myschkowez und Vera Michanko, wurden sogar
eingeladen, in der Klasse 5b einen Teil des Unterrichtes in
Erdkunde zu übernehmen. Für die Kinder der Klasse wurde es ein
lebendiger Unterricht. Als die Klingel zum Stundenende rief,
waren sich alle Schüler einig und kommentierten den
Stundenschluss mit: "Oh, nein!"
Die beiden Gäste bekamen viele
Adressen mit und nun hoffen die Schülerinnen und Schüler auf
Post aus der Ukraine.
Das Gymnasium 4 in Lutzk ist ein
naturwissenschaftlich-mathematisches Gymnasium mit vertieftem
Sprachunterricht. Dabei steht deutsch an erster Stelle vor
Englisch, Polnisch und Russisch. An der Einrichtung werden 1.300
Schüler von 135 Lehrern unterrichtet. Zum Vergleich, in Aspe
unterrichten 40 Vollzeit- und sieben Teilzeitkräfte etwa 750
Schüler.
Das Lutzker Gymnasium ist eines
von achtzig Einrichtungen in der Ukraine, dass nach dem Prinzip
des gesunden Schülers arbeitet. Das heißt, hier wird großer
Wert darauf gelegt das Psyche und Physis im Einklang stehen.
In Gesprächen mit den Leitern der schulischen Einrichtungen
kamen immer wieder Fragen nach Weiterbildung,
Schulformempfehlungen und Problemen, u.a. durch das zu
erwartende, verkürzte Abitur auf. Bei den Gesprächen mit ihren
deutschen Kollegen stellten die ukrainischen Gäste fest, dass
auch viele Probleme der Schule denen in ihrer Heimat gleichen.
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