Der Vorsitzende des Vereins,
Prof. Karl-Hermann Krog, eröffnet die Sitzung um 19:00
Uhr.
Er begrüßt ganz besonders die Gäste aus Kiew.
Herr Krog führt aus, dass es
momentan eine interessante Zeit ist, die Ukraine auf dem Weg
nach Europa zu begleiten. Er bezeichnet die friedliche
Revolution im Land am Bug als ein Phänomen, das sich trotz
der Kriege im Umfeld mit der Einheit Deutschlands vergleichen
lasse. Mit Juschtschenko habe sich ein Mann mit Format
durchgesetzt.
Der Vorsitzende kann
berichten, dass auch einige Studenten, die bereits zur
Hospitation bei uns waren, in Kiew waren und mit zur Demokratisierung
des Landes beigetragen haben. Ferner teilt er mit, dass der
ukrainische Botschafter, Prof. Dr. Serhiy Farenik, der einen
Vortrag zum Thema: "Die Ukraine nach der Orangen
Revolution" halten wollte, aus aktuellem Anlass nicht
kommen kann.
Herr Krog betont, dass der
Verein Pionierarbeit geleistet hat, in der Annäherung an die
Ukraine. Durch die von der AWO Bad Salzuflen angestoßenen
Arbeit sei ein Brückenschlag entstanden. Diese Brücke lebe
nun, so der Vorsitzende. Durch die Vermittlung des Vereins
sind im vergangenen Jahr auch Studenten nach Brüssel
gekommen.
Dort habe der Verein jetzt
auch Unterstützung durch den MdEP Elmar Brok. Auch seien die
Regier- ungspräsidenten in der Ukraine jetzt aktiv geworden.
Für den Mai des Jahres erwarte der Verein letztendlich den
Botschafter der Ukraine aus Berlin.
Top 1:
Die Versammlung genehmigt das Protokoll der JHV aus dem Jahre
2004.
Top 2:
Prof. Krog teilt mit, dass der Verein eine förmliche
Anerkennung durch den Botschafter der Ukraine in Deutschland
erhalten habe. Dies stehe im krassen Widerspruch zu der
Zusammenarbeit mit der deutschen Botschaft in Kiew.
Mit drei neuen Mitgliedern
habe der Verein zum Jahresende nun 70 Mitglieder. Über die
Arbeit des Vereins sei in
2004 sogar eine Ehe gestiftet worden. Hr. Krog betonte, dass
die menschliche Partnerschaft für den Verein genauso wichtig sei, wie die
humanitäre Hilfe.
77 Lastzüge sind seit 1995
mit insgesamt 1500 Tonnen Hilfsgüter nach Lutzk geschickt
worden. In 2004 kamen 2
Lastzüge aus den Krankenhäusern der Region. 1 LKW brachte
eine Holzbearbeitungs- maschine der FH Lippe zur Partneruniversität.
1 LKW wurde mit Material aus
der alten Sparkasse Bad Salzuflen auf die Reise geschickt. Die Kosten dafür
wurden von Herrn Hagmeister übernommen. Im Frühjahr soll es
dort mit den
Ausbauarbeiten weiter gehen.
1 LKW mit Rechnern und
Bildschirmen für die technischen Universität in Lutzk
schloss sich an. Dieser wurde
zusätzlich mit 6 Kubikmetern Schulbücher für das Gymnasium
4 und die Lessja-Ukrainka Uni-
versität beladen.
1 LKW wurde von der Sparkasse
und der Volksbank Herford mit Kleidung für alte und bedürftige Menschen an die
Hilfsorganisationen in Lutzk gesandt. Eine weitere Lieferung
soll später folgen.
Von einem ortsansässigen
Fachmarkt, der nicht namentlich genannt werden will, kamen 640
Kilo- gramm Schokolade,
deren Abtransport und die Einführung in die Ukraine mit
erheblichen Problemen behaftet war. Von dort kam auch die Unterstützung mit
Lebensmitteln für die Mitglieder der Gruppe Volynianka
während des
Weihnachtsaufenthaltes.
Außerdem konnte über die
Vermittlung des Vereins eine komplette Röntgenanlage zur
Mamographie an das
Krankenhaus in Lutzk gesandt werden.
4 Ärzte konnten in 2004 ein
Praktikum im Klinikum Detmold, Lemgo und der Herzklinik in Bad
Oeyn- hausen ableisten.
Der Druck der Ärzte in der Ukraine nach Deutschland zu
kommen, um ein Praktikum
abzuleisten, steige immer mehr, so der Vorsitzende.
Voraussetzung müssen aber ausgezeichnete Deutschkenntnisse sein.
Mit der Uni in Kiew wurden
erste Kontakte aufgenommen. Eine Praktikantin ist bereits in
Deutschland. 126
Studenten haben bereits auf Vermittlung des Vereins ein
Praktikum in der Region ableisten können. Für das Jahr 2005 stehen bereits
wieder 12 Plätze zur Verfügung. Herr Krog betont noch
einmal, dass die Studenten,
die hier hospitieren, helfen sollen, mit den erlernten
Kenntnissen ihr Heimatland aufzubauen.
Herr Krog weist noch einmal
auf die Teilnahme des Oranta Chores am Requiem von Verdi in
der Lip- perlandhalle
hin. Der Auftritt des Chores "Wolhynier Glocken" vor
Weihnachten habe bei 16 Konzerten ca. 7.000 Euro durch Spenden erbracht.
Neu ist ein
Schüleraustausch. Im April oder Mai fahren 10 Schüler des
Berufskolleges in Herford nach Lutzk. Einen Gegenbesuch wird es im Juni geben.
Die Sparkasse in Herford
unterstützt für ein Jahr auf Vermittlung des Vereins eine
Mittagsküche für Bedürftige
in Lutzk.
Am Ende seines Vortrage
berichtet der Vorsitzende noch einmal über die
unverhältnismäßigen Pro- bleme mit der deutschen Botschaft in Kiew. Er selbst habe
dort, bedingt durch einen Personalwechsel, seinen Personalausweis vorlegen müssen, um
die Integrität des Vereins, der schon so viele Jahre
humanitär tätig ist, zu
prüfen.
Alle Mitglieder des Oranta
Chores hätten z.B. in Kiew erscheinen müssen, um sich
persönlich vorzu-
stellen. Er, Krog, habe daraufhin das Auswärtigen Amt
informiert. Ein Herr Kotruck im AA hätte das aber alles als "in Ordnung"
befunden.
Top 3:
Auf Grund der schweren Erkrankung von Herrn Prüsner gibt es
keinen Kassenbericht. Der soll an einem späteren Termin
nachgeholt werden. Nach Auskunft des Vorsitzenden gibt es aber
keine Probleme mit der Kasse. Die Versammlung stimmt auf
Nachfrage einer Verschiebung zu.
Top 4:
Herr Dr. Hannig bemängelt, dass die Internetseite nicht
aktuell sei. Herr Toppmöller sieht da keinen Handlungsbedarf,
da die Seite immer dann aktualisiert wird, wenn etwas zum
Aktualisieren vorliege. Weiterhin fragt Dr. Hannig nach
Zeitschriften über Ereignisse in der Ukraine und Deutschland.
Darauf konnte keiner antworten.
Top 5 und 6:
Prüfungsbericht der Kassenprüfer/Entlastung des Vorstandes entfallen
auf Grund der Erkrankung des Schatzmeisters
Top 7:
Wahl eines zusätzlichen Beisitzers wird verschoben.
Top 8:
Der 2. Vorsitzende Herr Manfred Möller, stellt die
diesjährige Reise vom 24. August bis 03. September 2005 vor
und betont, dass die Fahrt des Vereins anders als normal ist.
Sie schließe den Besuch von Krankenhäusern und Kirchen
genauso ein, wie den von Waisenhäusern. Natürlich gebe es
aber auch einen touristischen Teil in der Ukraine.
Top 9:
Unter Verschiedenes teilt Herr Krog mit, daß die
Studentenaufenthalte in diesem Jahr vom 1. Oktober bis zum 30.
November vorgesehen sind.
Zum Abschluss der
Veranstaltung berichten die ukrainischen Gäste noch von ihren
Eindrücken währendder Tage der Revolution in ihrer Heimat.
Ein Termin für die nächste
Sitzung wurde nicht festgelegt und soll unter Einhaltung der
satzungs- gemäßen Fristen
durch den Vorstand festgelegt werden.