Allerdings sei dies hier in
der Region durch die Arbeit des Vereins, vor allem durch den
Aufenthalt der Studenten, die in einem Auswahlverfahren jährlich
nach Ostwestfalen kommen dürfen, ganz anders. Seit 1992, der
ersten Einsätze des Vereins, habe sich allerdings auch in
seinem Land viel getan, er- klärte Dr. Dolgov.
Dennoch hält
er die humanitären Hilfen weiter für dringend erforderlich.
"Bis sich eine starke Mittel- schicht gebildet hat, sich
die Wirtschaft stabilisiert und somit die sozialen Aufgaben
gesichert werden können dauert es noch einige Zeit", so
der Botschafter. Besonders tauche derzeit das Problem der Straßenkinder
auf, auch können man schon von einer Art Landflucht in seiner
Heimat sprechen, betonte er weiter.
Schon seit
zwei Jahren gäbe es eine kommunale Selbstverwaltung der
Gemeinden und Kreis, dennoch sei in vielen Köpfen der
Mitarbeiter der Zentralismus alter Struktur noch stark
verbreitet. Gerade des- halb seien die Aufenthalte der jungen
Studenten hier von besonderer Bedeutung, da sie den Gedank- en
der Selbstverwaltung und der Marktwirtschaft mit in ihr
Berufsleben tragen werden.
Menschen
mit Enthusiasmus und Engagement seien derzeit in der Ukraine
gefragt auch um die politi- schen Probleme zu bewältigen. Die
Jugend, so Dolgov muss das know how des Westens tragen und
weiterentwickeln.
Für den
Nachmittag standen für den kulturell interessierten Botschafter
und seiner Gattin, Olexandra noch eine Besichtigung des
Schlosses in Detmold mit anschließenden Empfang durch dir Fürstliche
Familie, sowie ein Empfang der Regierungspräsidentin auf dem
Programm.
Am Abend
stand dann noch das sehr gut besuchte Benefizkonzert auf dem
Programm.
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