|
Empört und begeistert
Reisegruppe
des Vereins „Brückenschlag Ukraine“ erlebt Licht und
Schatten
Bad Salzuflen. Unvorstellbare, ja chaotische
Zustände hat eine Salzufler Reisegruppe des Vereins „Brückenschlag
Ukraine“ an der polnisch-ukrainischen Grenze erlebt.
„In einer kilometerlangen Folge warteten auf der Hinreise 385
Lastzüge auf ukrainischer, noch weit mehr auf der polnisches
Seite auf die Grenzabwicklung“, informiert der Verein.
Die
Teilnehmer hätten diesen Missstand, der unter den teilweise
drei bis vier Tage bei Hitze warten- den Fahrern sogar schon zu
Todesfällen geführt haben soll, mit Empörung beobachtet. Der
Vereins- vorsitzende Professor Karl-Hermann Krog nahm die
Beobachtung daher laut einer Pressemitteilung zum Anlass, um bei
Außenminister Frank-Walter Steinmeier Bericht zu erstatten.
Erfreulicher
für die Besucher in der Ukraine verlief dagegen der Aufenthalt
in Lutzk. Sehenswürdigkeiten wie die Burg und das Ikonenmuseum
wurden in Augenschein genommen. Zudem wurde 50 Studenten der
drei Universitäten die Möglichkeit eines zweimonatigen
Praktikums in Deut- schland vorgestellt. Wegen der begrenzten
Anzahl an geeigneten Plätzen hat sich der Vorstand für 20 von
ihnen entschieden.
„Der
unverminderte Drang, in unserem Land zu lernen, bestätigt das
erfolgreiche Projekt des Vereins, das bisher 200 Studenten diese
Möglichkeit bot“, informiert der Verein weiter. Auch
Deutschlehrer, die zwar die Sprache lehren, das Land aber noch
nie gesehen haben, kommen zu Besuch. Mit dem „Oranta
Kathedralchor“ wurde zudem eine vorweihnachtliche Konzertreise
vereinbart.
Wie
in jedem Jahr besuchte die Reisegruppe ein Mahn- und Ehrenmal für
alle Kriegsopfer zur Gedenk- stunde und Kranzniederlegung.
Begeistert und überrascht zeigten sich die Salzufler über die
Haupt- stadt Kiew, die sie besuchten.
|