Wir reisten mit einer erfreulich
großen Reisegruppe von 26 Teilnehmern, von denen die Mehrzahl
zum ersten Mal in der
Ukraine war. Unsere erste Zwischenstation war Breslau, wo wir im
schönsten Abend- sonnenschein eine Stadtführung erlebten.
Im Mittelpunkt der Reise
standen natürlich unsere partnerschaftlichen Kontakte in Lutzk.
Am ersten Tag konnten wir nachmittags an den Feierlichkeiten zum
15. Jahrestag der Gründung der Lessja-Ukra- inka-Universität
teilnehmen.
Ein besonderes Dankeschön
waren auch die Einladungen zu einem fröhlichen Picknick der
Technischen Universität auf deren Feriencampus am schönen
Switjassee und zum Abschluss der Besuchsreise bat uns das
Institut für Management und Logistik, eine Privatuniversität, ins Museumsdorf
Rokini zu ein- em Grillnachmittag.
Aber genug der Feste.
Natürlich besuchten wir unser Mahnmal in Kowel und legten dort
einen Kranz nieder. Erfreulich ist, dass sich die Anlage in
einem guten Zustand befindet, immer finden wir dort Blumen oder
Gestecke vor. Ein buntes Nachmittagsprogramm der Schulkinder
erfreute uns besonders im Gymnasium Nr. 4
Höhepunkt des touristischen
Teils war zweifellos der zweitägige Aufenthalt in Kiew, der bei
allen Mitreisenden bleibende Eindrücke hinterließ. Besonders
hervorgehoben sei der Besuch im Opernhaus mit einem prachtvollen
Ballettabend, P. Tschaikowskys „Nussknacker", ein
russisches Wintermärchen. Wir erlebten Kiew als eine traumhafte
Großstadt mit absolut westlichen Flair. Wir besuchten natürlich
neben anderen Kirchen und Kathedralen auch das berühmte
Kiewer Höhlenkloster.
Insgesamt waren unsere
Mitreisenden von den vielfältigen Eindrücken und der
ukrainischen Gast- freundschaft sehr angetan. Wir haben in der
Ukraine neue Freunde gewonnen, was sich nicht zuletzt daran
zeigt, dass wir schon
unterwegs einige neue Mitglieder für unseren Verein gewinnen
konnten.
Während unseres Aufenthalts
konnte der Vorstand auch wieder 21 Studierende der drei uns
verbund- enen Hochschulen für unsere diesjährige Hospitation
im Oktober und November auswählen. Auch in mancherlei
Gesprächen mit den Hochschulen legten wir die Umrisse unserer
Zusammenarbeit im kom-
menden Halbjahr fest.
So können für dies Jahr
wieder wie schon in den vergangenen Jahren 8 Lehrer/innen vom 06.
bis 20. September 2008 unsere Gäste sein, die bei unserem
Vereinsmitglied Horst Garthoff wieder kostenfrei in Bad
Salzuflen übernachten.
Wir haben mittlerweile ein
bewährtes Begegnungsprogramm ausgearbeitet, in dem wir ihnen
deutsche Bildungseinrichtungen
von der Grundschule bis zur Universität vorstellen und sie im
Begleitprogramm mit unserer Region und der Hauptstadt Berlin
bekannt machen wollen.
Diese Fortbildung für
ukrainische Deutschlehrer liegt uns ganz besonders am Herzen,
nicht zuletzt weil wir wissen, wie dankbar sie angenommen wird.
Wir haben während unseres Aufenthaltes in Luzk die
vorgeschlagenen Lehrer kennen gelernt.
Desgleichen findet die
diesjährige Hospitation vom 01. Oktober bis 30. November 2008
statt, die Hospitanten sind ausgewählt, die Praktikumstellen
stehen bereit und die Gasteltern freuen sich auf ihren Gast.
In Absprachen mit dem Rektor
der Lessja Universität konnte die Gruppe „Akkord"
für ein Benefizkon- zert zusammen mit dem dem Luftwaffenmusikkorps
3, Münster gewonnen werden. Dies soll auch
ein Höhepunkt unseres Vereinslebens am 04.November im Theater
Herford sein und so die Zielrichtung unserer Arbeit sinnfällig
werden lassen - Brücken zu schlagen zwischen unserem Land und
der Ukraine, durch Musik.
In weiterer Absprache mit dem
Bischof der orthodoxen Kirche Lutzk haben wir für die
Adventszeit den Kathedralchor „Oranta" eingeladen, der
zweimal hier zu Gast war. In einem bewegenden Konzert im
Anschluss an einen Abendgottesdienst im Sobor, der
Bischofskirche Lutzk konnten wir anspruchsvolle Musik erleben.
Der Chor hat sich in den
vergangenen Jahren stetig verbessert und ist bei mehreren
internationalen Wettbewerben ausgezeichnet worden. Wir dürfen
uns also auf schöne und anspruchsvolle Auftritte freuen, auch
hier bitten wir um Ihre Unterstützung bei Vorbereitung und
Werbung.
Auch Bitten durften wir
entgegennehmen das Gymnasium Nr.4 bat uns um diverse Lehrbücher
für den Deutschunterricht und das Institut für Management und
Logistik wünscht sich eine Reihe von Fach- büchern für
Betriebswirtschaft, dazu auch Regale für ihre Bibliothek.
Da werden wir sicher wieder
helfen können. Weiter wurde der Wunsch nach guter Unterhaltungslitera-
tur geäußert, durch die sich Studierende auf angenehme Weise
in die deutsche Sprache einlesen kön- nen. Wir hoffen bei
unseren deutschen Partnerschulen fündig zu werden.
Wer hierfür etwas abzugeben
hat, möge sich bei uns melden. In diesem Zusammenhang sei an
die Stiftung „Richard Okuniewski", unseres verstorbenen
Vereinsmitglieds erinnert, der seine große, mehrere Tausend
Bände umfassende Bibliothek, den Hochschulen in Luzk vermacht
hat.
Wir haben einen ersten Teil
dieser Bücher auf unserer Reise überbracht. Die Bibliothek
soll an der Lessja-Ukrainka-Universität aufgestellt werden und
allen Studierenden der Stadt zugänglich sein.
Zum Abschluß führte uns
unsere Reise nach Warschau mit Stadtbesichtigung auch zum
Ehrenmal an dem Willy Brandt die Polen, im Namen aller
Deutschen, um Verzeihung bat für die Schrecken des 2.ten
Weltkrieges. Nach einer Zwischenübernachtung im Hotel
Ibis ging es nächsten Tag zurück nach Haus.
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