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Lutzk Nach einer Fahrt von 17 1/4
Stunden für die 1.375 km und einem 4-stündigen Aufenthalt an den
Grenzkontrollstellen der Polen (EU-Grenze) und der Ukrainer wurden wir am
verabredeten Treffpunkt, auf dem bewachten Parkplatz vor dem
Hotel Ukrainka, von unserem Kontaktmann und Dolmetscher
Olexander Mishchuk empfangen. Des Nachts kamen ab Warschau teilweise
wallende Nebelschwaden, bei äußerst dichtem Verkehr, auf. Trotz
der Nachtzeit standen bei der Hinfahrt an der Grenze, hunderte von
LKWs auf einer Strecke von 5 km. Durch Begleitschreiben der
ukrainischen Botschaft war die Abwicklung beim ukrainischen Zoll
mit dem Erhalt von sieben Stempel immerhin in 2 1/2 Stunden
abgewickelt. Die polnischen Beamten wollten uns mit der
Kopie der KFZ-Scheine für die Leihfahrzeuge gar nicht aus dem
EU-Raum herauslassen. Es bedurfte einiger Überredungskunst unter
Hinzuziehung verantwortlicher Vorgesetzten und intensiver Prüfung
unserer Reisepässe um dann doch nach immerhin 1 1/2 Stunden
ausreisen zu dürfen. Am Montagmorgen sprach uns der Lutzker
Bürgermeister Bogdan Shyba beim einem kurzen Empfang in
seinem Büro seinen Dank für die umfangreiche Lieferung aus. Die
erste Grippe-Welle würde langsam abklingen, die nachfolgende
zweite erwartet man Anfang Dezember, so seine Erläuterung zur
Situation vor Ort. Dr. Hannig gab dem Bürgermeister einen
kurzen Überblick über den Erhalt der Medikamente und das
Anwendungsspektrum, verbunden mit Empfehlungen es nicht nur im
klinischen Bereich einzusetzen, sondern es auch den Ärzten in den
Praxen zur kostenlosen Abgabe an die Patienten zur Verfügung zu
stellen. Der weitere Tagesablauf stand dann ganz im Erleben der
Vorbereitung von Unterlagen und Abwicklung bei der ukrainischen
Zollbehörde, mit dann endlicher Ausladung in einer ca. 10 km
entfernten Halle im geschützten Bereich einer Kaserne, unter
Verschlussnahme und Verplombung des mit gefahrenen Zollbeamten,
einer Vertreterin der Stadt und eines Mitarbeiters des
ukrainischen Roten Kreuzes. Um 17:30 Uhr durften wir dann zur
Rückfahrt starten und nach nunmehr 4 1/2 Stunden Aufenthalt an
den Grenzkontrollen, mit geschätzt etwa 1.000 LKWs und 1.000 PKWs,
wobei wir dank eines Schreiben der Stadt Lutzk und unseres
tüchtigen, sprachgewandten Waldemar Piel, von den wartenden
Fahrern der PKW mehrmals bis ganz nach vorn durchgelassen wurden,
so daß wir um 16:15 Uhr zu Haus waren.
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