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Bekleidung rüber geschickt unter dem Ratsbeschluss "Bad
Salzuflen hilft Lutzk". Dann schlief das Ganze etwas ein.
Vielleicht fehlte es an Idealisten. 1994 kam dann ein junger
Mann zu mir, der seine Großeltern im Krieg verloren hatte. Er
wollte eine Gedenkstätte
für Deutsche errichten. Damals war ich Bezirksvorsitzender des
Verbandes deutscher Soldaten, Regionalbezirk Detmold, und habe
hier die Abstimmung durchgeführt, um ein Zeichen der
Versöhnung zu setzen. Die Gedenkstätte in der Stadt Kovel
wurde dann 1996 eingeweiht.
Die Vereinsgründung war aber
erst 2001...
Krog: Richtig.
In der Folgezeit haben wir vom Verband deutscher Soldaten die
Gelegenheit genutzt, Gutes zu tun, Freundschaft und Frieden zu
schließen. Aus dieser Initiative habe ich 2001 den Verein
gegründet. Die vielfältigen Aktivitäten der humanitären
Hilfe und der Begegnungen seitens der Stadt, der AWO Bad
Salzuflen, des TuS Bexterhagen und des Verbandes deutscher
Soldaten Kreisverband Herford sollten zusammengefasst werden.
Worauf sind Sie seit der ersten
Stunde des „Brückenschlags" besonders stolz?
Krog: Die Kontakte zu
ehemaligen Kriegsgegnern haben sich entwickelt, auch die
Warmherzigkeit der Ukrainer gegenüber uns Deutschen. Die
Dankbarkeit der Menschen motiviert uns, weiterhin zu helfen.
Bis heute gingen knapp 1000 Krankenhausbetten in die Ukraine.
300 Studenten, Lehrern und Ärzten haben wir ein Praktikum
vermittelt. Drei Schulpartnerschaften wurden ins Leben gerufen.
Welche Pläne verfolgen Sie
noch? Wo sehen Sie Ihren Verein im Jahr 2021?
Krog: Wir möchten dem Volk, das so furchtbar
unter dem Krieg und unter uns Deutschen gelitten hat, weiter im
Aufbau helfen. Die Ukraine soll allmählich in die europäische
Völkergemeinschaft hineinwachsen. Ich könnte mir
vorstellen, dass wir in den nächsten Jahren einen
wesentlichen Beitrag dazu leisten können.
Geburtstagsreise
Vom 16. bis 28. Mai fahren Mitglieder und Gäste in die
Ukraine. Eine Gedenkfeierstunde zu Ehren aller Kriegsopfer
des Zweiten Weltkriegs in Kovel steht auf dem Programm.
Außerdem werden die Städte Breslau, Warschau, Lutzk und Kiew
besichtigt. Wer sich für die zwölftägige Busfahrt (Kosten
von ca. 800 Euro) interessiert, meldet sich bei Burkhard
Linnenbrügger, Telefon (05222) 13937.
Das Interview führte LZ-Volontärin Katharina Pavlustyk.
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