Verein Brückenschlag Ukraine startet mit besonderem Projekt in die Ferien

Bünde. Der Verein Brückenschlag Ukraine hat für 45 in Bünde lebende Grundschüler aus der Ukraine das Programm „Deutsch plus Ferienspiele“ organisiert, mit dem sie spielerisch leicht die Sprache lernen sollen und sich wohl fühlen können.

Hintergrund ist, dass die aus der Ukraine geflüchteten Kinder aufgrund der fehlenden Deutschkenntnisse Schwierigkeiten haben, dem Unterricht in den Grundschulen zu folgen. Auf der anderen Seite haben die geflüchteten Familien kaum eine Möglichkeit, in den Urlaub zu fahren.

Deswegen entwickelten die aus der Ukraine stammende und seit vielen Jahren in Bünde lebende Deutsch-Dozentin, Maryna Miliusas, und der Vorsitzende des Brückenschlags, Dirk Kaiser, ein Konzept, um den Kindern die Sommerferien zu verschönern und gleichzeitig Deutsch zu lernen.

Jeden Tag Deutsch-Unterricht

Jeweils zwei Stunden täglich erhalten die Kinder in zwei Schulklassen Unterricht. Danach gibt es am Nachmittag als „Belohnung“ verschiedenste Freizeitaktivitäten, wie ein Picknick im Bismarck-Spielplatz, ein Besuch des Freibads, spielen auf dem Minigolfplatz oder ein Eis in der Fußgängerzone. Bei schlechtem Wetter ist ein Kinobesuch im Universum möglich. Jeden Freitag gibt es als besonderes Highlight einen Ausflug mit dem Bus. Vergangenes Wochenende waren die Schüler zusammen mit zehn Eltern und den Lehrern im Westfalenpark in Dortmund, um sich dort auf dem Abenteuerspielplatz auszutoben.

Wanderung durch den Westfalen-Park

Im Kindermuseum Mio Mondo haben sie neue Erfahrungen gesammelt und bei einer Wanderung durch den Park haben sie die vielen Spielmöglichkeiten des Westfalenparks entdeckt. Alle Beteiligten kamen abends überglücklich zurück nach Bünde. Sie freuen sich schon auf die neue Woche mit Deutschunterricht und einen Ausflug in den Zoo nach Hannover.

Unterstützt wird das Projekt von der VHS im Kreis Herford, die die Unterrichtsräume an der Heideschule zur Verfügung gestellt hat und dem Verein Brückenschlag Ukraine e.V, der dies alles aus Vereinsmitteln möglich gemacht hat.

Teilen: